Wo der Brandenburger raus ins Grüne fährt

Die Neue Mühle ist ein Ausflugsziel im Brandenburger Stadtforst, das auf den Wochenendbesuch von Familien optimal vorbereitet ist. Wenn es also einmal nicht das Havelufer sein soll, dann ab ins Grüne, in den Wald, ans Bächlein Buckau. So stelle ich mir die Gedanken eines Stadtbewohners vor, der bei schönem Wetter nach draußen will. Wir haben dieses idyllische Fleckchen per Zufall entdeckt.



In direkter Nachbarschaft zur Neustadt gibt es alles, was Ausflügler brauchen: Streichelzoo und Spielplatz für die Kinder, Restaurant und Imbiss für den Hunger, Wanderwege und Angelteiche für die Entspannung, Baumwipfel und Stauwehr für bedächtiges Rauschen. Und wer gar nicht mehr weg will, kann sogar über Nacht bleiben.



Die eigentliche Neue Mühle, in der über Jahrhunderte mit Wasserkraft Getreide gemahlen wurde, gibt es heute nicht mehr. Die in die Jahre gekommene Mühlenanlage wurde Anfang des 20. Jahrhunderts abgerissen und durch ein Ausflugslokal ersetzt. Einziges Zeugnis der Vergangenheit ist der sogenannte Wartturm - und vom ihm auch nur der Sockel. Die dicke Feldsteinmauer ist der letzte Rest einer Wehranlage aus dem Mittelalter. Die Fachwerketage wurde im 18. Jahrhundert aufgesetzt und in dieser romantisierenden Gestalt zeigt sich der Turm bis heute.



Wir empfanden den Besuch als angenehm und werden sicher wieder vorbeischauen, wenn uns ein Wochenend-Trip in die Brandenburger Gegend verschlägt. Für Leute, die Promigeschichten mögen: In der Speisekarte des Restaurants habe ich gelesen, das neue Ausflugslokal habe der Filmproduzent Horst Wendlandt bauen lassen - und bei der Eröffnung 1996 seien Loriot und Otto Waalkes zu Gast gewesen. Und nun wisst ihr, dass ich auch da war.

#Dagewesen: Mai 2018
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